Herrliche Spätsommertage am Wörthersee

Herrliche Spätsommertage am Wörthersee

Wo kann man die letzten warmen Sommertage besser genießen als am schönen Wörthersee? Nicht umsonst zählt er zu den schönsten und beliebtesten Zielen Österreichs. Das kristallblaue und klare Wasser, in dem sich die Sonnenstrahlen widerspiegeln, haben mich sofort fasziniert.

Nach der Anreise mit unserem 1. Klasse-Sonderzug hatten wir zunächst Zeit zur freien Verfügung und konnten uns somit einen ersten Eindruck von dem Hotel und der Umgebung verschaffen.

Am nächsten Morgen wurden wir von herrlichem Sonnenschein geweckt und begannen den Tag mit einem gemütlichen Frühstück. Im Anschluss startete, entlang der Seepromenade, unser geführter Rundgang durch das beschauliche Pörtschach, wo wir allerlei Wissenswertes über den See und die Region erfuhren. Abgerundet wurde der Tag durch eine Schiffsfahrt über den Wörthersee mit dem letzten Schrauben-Dampfschiff Österreichs – der „Thalia“. Wir besuchten das romantische Maria Wörth mit der Rosenkranz- und Marienkirche und lauschten dem Gesang der Sopranistin Margot Loibnegger.

Am nächsten Tag folgte eine Entdeckungstour durch die Nockberge, die wir über die berühmte und kurvenreich „Nockalmstraße“ durchquerten. Wir kehrten in der „Zechneralm“ ein, wo uns eine für die Region typische Brettl-Jause erwartete. Gut gestärkt ging die Fahrt weiter bis zur Eisentalhöhe, dem höchsten Punkt der Nockalm-Höhenstraße. Vom Aussichtspunkt aus eröffnete sich uns eine wunderbare Sicht auf die Berge und das Tal. Vorbei am Millstätter und Afritzer See machten wir zuletzt Station am Ossiacher See und dem sich dort befindenden Benediktinerstift mit seiner ehemaligen Klosterkirche.

Rosenkranz- und Marienkirche in Maria Wörth
Maria Wörth
Die „Zechneralm“ in den Nockbergen
Zechneralm in den Nockbergen

Am Mittwochabend sang beim „Heimatabend“ im CongressCenter erneut Margot Loibnegger sowie die Singgemeinschaft Pörtschach für uns, die mit einem breiten Portfolio aus traditionellen Kärntnerliedern und bekannten Stücken aus Operetten und Musicals aufwarteten.

Und was wäre ein Urlaub am Wörthersee ohne einen Besuch in Velden? Mit Bussen ging es am Donnerstag in den berühmten Luftkurort, der durch die Fernsehserie „Ein Schloss am Wörthersee“ bekannt wurde. Vor Ort konnten wir Velden auf eigene Faust erkunden und anschließend individuell über den Wörthersee zurück nach Pörtschach schippern. 

Auch die Besichtigung Österreichs südlichster Landeshauptstadt gehörte zu unserem Programm vor Ort. Bekannt als das „Renaissance-Juwel am Wörthersee“, erfuhren wir im Rahmen einer Führung allerlei Wissenswertes über Klagenfurt und seine Geschichte.

Mein Highlight dieser Woche war allerdings der Ausflug zum Pyramidenkogel in Keutschach – dem größten Holzaussichtsturm der Welt (100 m Höhe). Hat man die 441 Stufen erst einmal zurückgelegt oder ist mit dem Lift oben angekommen, hat man einen wunderbaren 360-Grad-Ausblick über Kärnten mit seiner traumhaften Berg- und Seenlandlandschaft.

Blick auf den Wörthersee
Seeblick
Unsere drei Reiseleiterinnen genießen das letzten warmen Sommertage am Wörthersee
Das gut gelaunte AKE-Team

Den letzten Tag vor Ort kosteten wir nochmals gänzlich aus und ließen uns im hoteleigenen Spa-Bereich des Werzer’s Resort verwöhnen und spazierten ein letztes Mal entlang der Uferpromenade zum stimmungsvollen Promenadenkonzert am Musikpavillon in Pörtschach.

Mein Fazit nach dieser ereignisreichen Woche bei schönstem Wetter: Das war definitiv nicht meine letzte Reise an den Wörthersee!

Die blumengesäumte Promenade in Pörtschach
Blumengesäumte Promenade in Pörtschach am Wörthersee

Frühling in Wien

Frühling in Wien

Seit einigen Jahren begleite ich regelmäßig Reisen für die AKE-Eisenbahntouristik. Aber bislang hat es mich noch nie nach Wien verschlagen.


Das letzte Mal, dass ich dort war, in einem privaten Urlaub, ist schon 28 Jahre her. Ja klar, ich hatte in Erinnerung, dass es eine eindrucksvolle Stadt ist mit einer Vielzahl an Highlights. Erinnerungen neigen aber bekanntlich dazu zu verblassen oder zu idealisieren.

Bei der Anfahrt vom Bahnhof zum Hotel wurde jedoch eines sehr schnell deutlich. Meine waren verblasst! Es ist heuer um ein Vielfaches schöner als in meiner Erinnerung.

Es scheint, dass kurz vor meiner Ankunft jemand mit einem überdimensionalen Kärcher über die Häuserfronten und Straßen gegangen ist. Alle Häuser strahlen hell. Ich hatte es grauer und dunkler in Erinnerung.

Nun kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Alle drei Hotels, in denen wir auf der jetzigen Fahrt unsere Gäste untergebracht hatten, liegen fußläufig nicht mehr als 30 Minuten vom Stephansdom oder der Hofburg entfernt. Das Streifen durch die „normalen Wohnstraßen“ ins Zentrum ist schon ein Hochgenuss. Und wenn es doch einmal schneller gehen soll, ist das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, allem voran der U-Bahn, eine sehr angenehme und kostenfreie Variante, da für alle Gäste der AKE-Eisenbahntouristik eine Fahrkarte für die Dauer der gesamten Reise inkludiert ist. Die U-Bahnen fahren gefühlt im Minutentakt, niemals musste ich länger als 3 Minuten auf eine Bahn warten. Bequemer geht es nicht.

Blick über den Wienfluss
Die Hofburg ist immer einen Besuch wert
Blick in Wiener Gassen

Bei einer geführten Busrundfahrt und einem Rundgang in der Hofburg, der Winterresidenz der Habsburger, wurde schon einmal Appetit geholt – für einen Stadtrundgang am nächsten freien Tag auf eigene Faust. Wie wäre es mit dem Prater, der Ganzjahreskirmes mit mehr als nur dem weltberühmten Riesenrad? Hier kann man auch einfach an den Fahrgeschäften entlang spazieren und in einem der Biergärten speisen. Deftig oder süß. Gerade die Mehlspeisen sind weit über die Grenzen Österreichs bekannt: Kaiserschmarrn, Palatschinken, Marillenknödel, Sachertorte. Ich habe sie alle probiert und nichts bereut. Die Stadt platzt förmlich vor Lokalitäten, die Versuchung ist ständig vor der Nase.

Hundertwasser-Haus in Wien
Die Maria-Theresien-Statue
Marillenknödel – einfach lecker
Der imposante Wiener Dom
Riesenrad im Prater

Wie wäre es mit einem Abend beim Heurigen, jenen traditionellen Lokalitäten in Grinzing, dem Weinbaudorf vor den Toren der Stadt? Bei zünftiger Musik mit Geige und Akkordeon hat die AKE-Reisegruppe dort deftig und lecker gegessen und das eine oder andere Glaserl Wein geleert.

Wenn auf der Rückfahrt zu den Hotels im Bus gesungen wird, ist es ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Gäste sich amüsiert haben.

Der Tagesausflug zum barocken Benediktiner-Stift Melk sowie zur Sommerresidenz der Habsburger „Schloss Schönbrunn“ folgt einer Auflistung von UNESCO-Weltkultur- und naturerbestätten. Beim Ausflug ins Burgenland spürt man schon den gewaltigen ungarischen Einschlag. War dieser Landstrich doch bis zum Ende des 1. Weltkrieges Teil der ungarischen Hälfte der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. Entgegen zu Wien sind die Häuser hier bunt, die Landschaft ist flach, es ist alles sehr ruhig und mit ein wenig Fantasie, davon habe ich genug, wähnt man sich schon ein wenig in die ungarische Puszta versetzt. Die Fahrt mit einem Charterboot über den Neusiedler See rundete den schönen Tag in dem entschleunigten Teil Österreichs ab.

Schloss Schönbrunn
Erhabenes Schönbrunn bei bestem Wetter
Schlossgarten Schönbrunn
Stift Melk mit toller Aussicht
Grüße aus Stift Melk
DIe Bibliothek von Stift Melk

Ein besonderes Highlight für mich als – nicht unbedingt Kenner – aber als Wertschätzer klassischer Musik war das zubuchbare kombinierte Dinner im Melker Stiftskeller mit dem Besuch eines Strauss & Mozart-Konzerts im Kursalon nahe des Stadtparks. Für mich irgendwie Pflicht eines Wienbesuchs, um dem optischen auch einen musikalischen und emotionalen Leckerbissen hinzuzufügen.

Nach 6 Tagen mussten unsere Gäste und ich diese wunderbare Stadt wieder verlassen. Aber im Dezember komme ich schon wieder zurück. Mit einer großen Liste an Plätzen und Gebäuden in Wien, die ich noch besuchen möchte.

Kommen Sie doch mit und genießen Sie mit mir Wien im Lichterglanz!


Berge, See und mehr: Zell am See

Berge, See und mehr: Zell am See

Wer den Kopf frei bekommen und einmal so richtig abschalten möchte, der ist in dem wunderschönen Ferienort Zell am See genau richtig.

Vorbei an glasklaren türkisen Flüssen und hohen Bergmassiven ging es mit dem Bus „a schwach Stund“ – wie unser einheimischer Busfahrer zu sagen pflegte – von Schwarzach St. Veit direkt bis vor die Pforten unserer Hotels in Zell am See. Dort angekommen wurden wir von dem unglaublich gastfreundlichen Hotelpersonal empfangen und durften unsere Zimmer schon in bester Laune beziehen. Mit einem Glas Grüner Veltliner ließen wir den ersten Abend entspannt ausklingen und schon da war uns klar: Das kann nur eine gute Woche werden!

Am nächsten Morgen ging es auf Erkundungstour durch unsere Gastgebergemeinde. Dazu stieß unser Gästeführer Fred zu uns, welchen wir von Anfang an in unser Herz geschlossen hatten. Neben seiner typisch österreichischen direkten und lustigen Art begrüßte er uns mit einer geballten Ladung Wissen über die Region rund um Zell am See und hatte auf wirklich jede Frage die passende Antwort. Er brachte uns, bei einem eindrucksreichen Spaziergang, den Ort etwas näher und zeigte uns, bei bestem Sonnenschein, die schönsten Ecken von Zell am See. Nach einer kleinen Stärkung in einem der süßen Cafés der Altstadt führte es uns am Nachmittag auf eine stimmungsvolle Panorama-Schiffsfahrt über den Zeller See. Während der gemütlichen Rundfahrt entlang des Ufers konnten wir ganz in Ruhe den freien Blick auf die umliegenden Gipfel genießen und dabei den spannenden Worten des Kapitäns lauschen. Am Abend durften wir uns dann schließlich von einem schmackhaften 3-Gänge-Menü im Hotel verwöhnen lassen und uns so auf die bevorstehende Woche einstimmen.

Am Dienstag stand eines unserer persönlichen Highlights auf dem Programm, denn es ging über die Hochalpenstraße direkt in den Nationalpark Hohe Tauern. Nach einem doch sehr kurvenreichen Aufstieg mit dem Bus gelangten wir zu unserem ersten Stopp des Tages: dem „Mankeiwirt“. Dieser Gasthof ist bekannt für seine private Murmeltieraufzucht, von der uns Fred bereits den gesamten Morgen berichtete, also waren wir umso mehr erfreut, als bei unserem Halt dann tatsächlich der Gastwirt mit einem Murmeltier dort stand. Mit einigen Nüssen fühlte dieses sich durchaus wohl auf seinen Schultern und stand brav Model für unsere Urlaubsschnappschüsse. Diesen Augenblick werden wir ganz bestimmt nicht mehr so schnell vergessen! Von dort ging es mit dem Bus nun noch tiefer in die Berglandschaft hinein, bis wir schließlich unser eigentliches Tagesziel erreichten: den Aussichtpunkt am Großglockner. Dort hatten wir einen uneingeschränkten Blick auf den bekannten Großglockner und die wunderschönen Hochalpenseen. Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, gab es noch typisch österreichische „Schmankerl“ in dem angrenzenden Panorama-Restaurant. Zu unserem Glück war zu dem Zeitpunkt, als wir Zell am See besuchten, der alljährliche Zeller Seezauber. Dem solltet auch Ihr unbedingt einen Besuch abstatten, wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt! Bei diesem kostenlosen öffentlichen Event kann jeder, der möchte, ab 21:00 Uhr an den See kommen, sich dort einen schönen Platz aussuchen und mehrmals wöchentlich unterschiedliche eindrucksvolle Themen-Lichtshows auf dem Wasser beobachten. Unser Tipp: Kommt früh genug, um sich einen guten Platz zu sichern, denn der Zeller Seezauber ist sehr beliebt und die guten Plätze somit schnell besetzt.

Der Mittwoch war sowohl für die Gäste als auch für uns als Reiseleiterinnen ein Tag zur freien Verfügung. Diesen haben wir genutzt, um mit der Seilbahn auf die bekannte Schmittenhöhe zu fahren. Die Schmittenhöhe ist, mit ihrem berauschenden Panoramablick über die Eisgipfel der Hohe Tauern, einer der schönsten Aussichtberge der Ostalpen. Diesen unglaublichen Ausblick haben wir, nach einem kurzen Aufstieg zu einem höhergelegenen Restaurant, bei einem Glas Aperol Spritz in vollen Zügen genossen. Am Nachmittag haben wir das großartige Wetter genutzt, um mit einem Tretboot über den wunderschönen Zeller See zu fahren.

Am Donnerstag erwartete uns ein Ausflug zu den bekannten Krimmler Wasserfällen. Per Reisebus sind wir über Gerlos Straße zu einem Aussichtspunkt gefahren. Nachdem wir die eindrucksvollen Wasserfälle bestaunt und selbstverständlich in zahlreichen Erinnerungsfotos festgehalten haben, ging die Reise weiter zum Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill. In der Ausstellung dort wurde uns der Park und auch seine Bewohner interaktiv und spannend nähergebracht.

Am Freitagmorgen sind wir zu unserem letzten Ausflug dieser ereignisreichen Woche aufgebrochen – den Kapruner Hochgebirgsstauseen – wir wurden alles, aber nicht enttäuscht! Das erste Highlight des Tages war der Lärchwand-Schrägaufzug. Mit diesem überwindet man 431 Meter auf dem Weg nach oben, bevor es auf der höher gelegenen Straße per Bus weiter in Richtung Stauseen geht. Wie zwei Fjorde liegen die beiden Seen, eingebettet zwischen den Dreitausender Gipfeln der Alpen und an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern. Das türkisblaue Wasser und die Spiegelungen der Gipfel in den Seen haben uns verzaubert! Gemeinsam mit unserem Gästeführer Fred haben wir diese besonderen Eindrücke genossen und die Sonnenstrahlen in uns aufgesaugt.
Der Samstag stand uns erneut zur freien Verfügung. Wir haben ihn genutzt, um uns bei einem leckeren Mittagstisch von unserem Gästeführer Fred zu verabschieden, da er uns im Laufe der Woche sehr ans Herz gewachsen ist. Anschließend haben wir die Woche entspannt in unserem Wellnessbereich ausklingen lassen und uns über die vielen bleibenden Eindrücke der Woche unterhalten. Am Abend durften wir uns noch ein letztes Mal von den heimischen Gerichten verwöhnen lassen, bevor es am nächsten Morgen wieder mit dem Sonderzug in Richtung Heimat ging.
Eine wunderschöne Woche ging zu Ende und wird uns auf ewig in Erinnerung bleiben!

Cookie Consent mit Real Cookie Banner