Meine Reise nach Waren

Meine Reise nach Waren

Im Jahr 2022 feiert Waren an der Müritz seinen 10-jährigen Heilbad-Status. Mit großer Freude durfte ich als Reiseleitung unsere diesjährige Reise dorthin begleiten.

Der 1. Klasse-Sonderzug AKE-RHEINGOLD brachte uns bis nach Schwerin und von dort ging es mit Reisebussen weiter nach Waren. Meine kleine Reisegruppe logierte im 4****Sterne Hotel Kleines Meer. Nach dem Check-in bot sich jedem Gast die Gelegenheit, bei traumhaftem Wetter die Umgebung zu erkunden und sich die Beine zu vertreten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück startete am nächsten Morgen unser Programm mit einer Stadtführung durch die malerische Kleinstadt. Auf unserem Spaziergang passierten wir die St. Marien Kirche, die den höchsten Punkt der Stadt Waren an der Müritz markiert und deren Kirchturm in Form einer Pudelmütze eine großartige Aussicht bietet. Zudem spazierten wir vorbei am Stadtgeschichtlichen Museum, in dem die wechselvolle Geschichte von Waren anhand unzähliger Exponate lebhaft erzählt wird. Nach dem morgigen Spaziergang gab es anschließend genügend Zeit zur freien Verfügung, um die vielfältigen Restaurants in der näheren Umgebung auszuprobieren. Unser Fazit: Der Besuch etwaiger Restaurants in Waren lohnt sich allemal. Zum Abendessen konnten die Gäste aus dem Hotel Kleines Meer im hauseigenen Restaurant Platz nehmen und das vorzügliche Essen genießen.

Auf dem Tagesausflug „Kleine Landpartie“ besuchten wir unter anderem die ehemalige Wasserburg Liepen, die im Besitz der Grafenfamilie Hahn ist. Als Höhepunkt verköstigten wir den pommerschen Bitterlikör „Alte Pomeranze“, der auch als „goldener Apfel“ bekannt ist. Nachdem die traditionelle Rezeptur wie ein Geheimnis gehütet wurde, erweckte die Hahnsche Gutsmanufaktur im Winter 2009 den Bitterlikör zum neuen Leben. Mit guter Laune im Gepäck ging es anschließend weiter nach Basedow, wo wir unsere Mittagspause im „Alten Schafstall“ verbrachten. Der Bauernmarkt mit Café bietet zahlreiche Möglichkeiten für ein ausgiebiges Mittagessen und zudem gemütliche Sitzgelegenheiten – der perfekte Ort für eine kleine Pause. Im Anschluss führen wir durch die wunderschöne Landschaft der mecklenburgischen Seenplatte zurück nach Waren.

Keller der Wasserburg Liepen
Verköstigung Pomeranzenlikör

Der Samstag stand unseren Gästen zur freien Verfügung. Meine Kollegin und ich nutzten die Gelegenheit für einen Besuch des Naturerlebniszentrums „Müritzeum“. Getreu dem Motto „Greifbar nah – Natur erleben und Verstehen“, punktet das Haus durch seinen Museumsgarten und eine Sonderausstellung zur Vogelwelt der mecklenburgischen Seenplatte. Deutschlands größte Aquarienlandschaft für einheimische Süßwasserfische konnten wir ebenfalls hier bestaunen und einen Blick auf fast 50 verschiedene Fischarten, Sumpfschildkröten, Krebse, Schnecken und Wasserpflanzen werfen. Am nächsten Tag führen wir mit dem Bus nach Mirow, um von dort aus die „Schiffsrundfahrt auf 5 Seen“ zu starten. Vom Mirower See ging es über den Granzower Möschen, die Kotzower Seen und Mössel bis zum Leppinsee. Mein persönliches Highlight war das Seerosenparadies, welches wir unterwegs bestaunen konnten. Den kleinen Kotzower See bedeckt ein prachtvoller Seerosenteppich fast gänzlich und ist somit ein Paradies für jeden waschechten Naturliebhaber. Nach der 2-stündigen Schiffsfahrt wurde es Zeit für Bewegung und wir spazierten entlang der Johanniterkirche in Mirow. Diese wurde im 13. Jahrhundert von den Johannitern auf der heutigen Schlossinsel gegründet und erbaut. Der Tag wurde durch einen Besuch des 3-Königinnen-Palais abgerundet. Vor Ort erwartete uns ein Rundgang durch die alten Mauern mit vielen informativen Geschichten zur englischen Königin Sophie Charlotte sowie des Mecklenburger Herzogs Adolph-Friedrich IV.

Für weitere Erkundungswege hatten die Gäste am Montag Zeit und so nutzte auch ich den Tag, um dem Schaugarten in Waren einen Besuch abzustatten. Dieser befindet sich auf einer kleinen Landzunge im Tiefwarensee, mit bestem Blick auf die Silhouette der Warener Altstadt mit den beiden gotischen Kirchen. Auf einer Fläche von 18.000qm gibt es genügend Ruheplätze zum Entspannen, die zum Betrachten der Blütenpracht einladen. Am Abend ging es dann mit dem Reisebus zum Herrenhaus Ulrichshusen. Ausgestattet mit sämtlichen historischen Gebäuden, einem Schlosspark und eigenem Badesee, zählt es zu den wertvollsten Baudenkmälern des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Vor Ort erwartete uns im Herzstück des Ensembles, dem Renaissance-Schloss, ein 3-Gänge-Menü, welches den Tag abrundete.  

Unser Dienstagmorgen startete daraufhin mit einem Halt im sogenannte „Landwunder“ von Bollewick. Vor Ort bot sich uns die Möglichkeit, die aus Feldsteinen bestehende Scheune näher anzuschauen. 1881 wurde sie durch den Baron von Langermann zu Erlenkamp und Spitzkuhn erbaut. Bei der anschließenden „3-Seen-Rundfahrt“ von Malchow aus, schipperten wir über den Fleesensee, den Kölpinsee und die Müritz zurück nach Waren – meiner Meinung nach ein perfekter Abschluss unseres Reiseprogrammes vor Ort.

Auch die schönste Urlaubsreise geht einmal vorbei und so verbrachten wir bei bestem Wetter unseren letzten Urlaubsabend im hoteleigenen Restaurant, bevor es am nächsten Tag wieder zurück in die Heimat ging.

Hanse Sail 2022 – Rostock und Warnemünde

Hanse Sail 2022 – Rostock und Warnemünde

Ahoi – Willkommen an Bord!

Am 13. August 2022 sind wir mit unserem AKE Rheingold zu einem der weltweit größten Treffen von Traditionsseglern und Museumsschiffen gefahren, zur Hanse Sail nach Rostock/Warnemünde. Eine bunte Flotte mit rund 200 historischen Schiffen, sowie einige Fähren und Kreuzfahrtschiffe, waren Teil dieses einzigartigen Volksfestes.

Bei allerschönstem Wetter startete der Aufenthalt für viele unserer Gäste mit der Hafenrundfahrt entlang der Warnow. Während der ca. 1,5-stündigen Fahrt mit der blauen Flotte, erzählte der Kapitän spannende Geschichten und Wissenswertes. Unter anderem über den Rostocker Stadthafen, da dieser unterwegs vom Schiff aus erblickt werden konnte. Dieser liegt nur wenige Minuten von der Stadtmitte entfernt und ist eine beliebte Flaniermeile mit Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Den besten Blick auf den Stadthafen hat man vom „Kanonsberg“, dieser war früher ein strategisch wichtiger Verteidigungspunkt für die Hafeneinfahrt. Daran erinnern noch heute drei alte Kanonen.

Alter Strom
Alter Strom
Teepott und Leuchtturm
Teepott und Leuchtturm

Für uns ging es entlang des Alten Stroms Richtung Strand. Dabei kamen wir an urigen Essensständen vorbei, darunter einige Fischkutter, die für die Region typische Fischbrötchen verkauften. Die frische Meeresbrise in Verbindung mit kreischenden Möwen versprühte maritimes Flair. An der Seepromenade angekommen, fiel uns direkt der Warnemünder Teepott und der Leuchtturm ins Auge. Hierbei handelt es sich um ein Restaurant mit dreigeschossigem Rundbau, welcher 1968 errichtet wurde. Wegen seiner besonderen Dachkonstruktion steht er seit 1984 unter Denkmalschutz. Der Leuchtturm kann besichtigt werden, von dort hat man einen fantastischen Ausblick über Warnemünde und die Ostsee.

Gorch Fock
Gorch Fock
Neuer Strom
Neuer Strom

Anschließend lud die Strandpromenade zu einem gemütlichen Spaziergang und zum Verweilen ein. Die warmen Sonnenstrahlen, die sich im Meer spiegelten und die Meeresluft gaben uns kurzzeitig das Gefühl im Urlaub zu sein. Wir konnten die beeindruckenden Segelschiffe aus der Nähe bestaunen, wobei ein besonderes Highlight das Segelsetzen auf der Gorch Fock darstellte, das bekannteste Segelschulschiff der Marine.

Schließlich neigte sich der Tag am Meer dem Ende zu und wir traten die Heimreise mit unserem Sonderzug an. Ich freue mich bereits jetzt auf meine nächste Reise nach Binz auf Rügen an die Ostseeküste.

AKE-RHEINGOLD und AIDA
Unser AKE-RHEINGOLD mit einer AIDA im Hintergrund – ein seltener und spektakulärer Anblick

Amelie-Wentscher
„Elbflorenz“ Dresden – bewegte Geschichte, magische Schönheit, lebendige Tradition

„Elbflorenz“ Dresden – bewegte Geschichte, magische Schönheit, lebendige Tradition

„Dresden hat mir große Freude gemacht und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt. Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte“

– Johann Wolfgang von Goethe

Vom 05. – 10. Juli war es wieder einmal soweit und unser jährlicher Städte-Express mit dem AKE-RHEINGOLD startete von Köln aus gen Osten. Mein Ziel war die wunderschöne sächsische Landeshauptstadt Dresden.

Pünktlich und bei allerbestem Sommerwetter erreichte unser 1. Klasse-Sonderzug am Nachmittag den Bahnhof Dresden-Neustadt. Bereits während des kurzen Bustransfers zu unserem gebuchten Hotel konnte ich einen ersten Blick auf die wunderschöne Kulisse der Altstadt erhaschen und die Vorfreude auf die kommende Woche stieg stetig. Unser Hotel – das 4****Maritim Hotel – befindet sich im Erlweinspeicher, einem unter Denkmalschutz stehenden Haus mit überaus beeindruckendem Foyer. Nach dem Check-In ist es Zeit für eine erste Erkundungstour durch die ehemalige Residenzstadt Augusts des Starken.

Diese ersten Eindrücke werden am nächsten Morgen bei einem interessanten Rundgang durch die geschichtsträchtige Altstadt vertieft. Dort, wo in italienisch anmutender Pracht die schmuckvolle Semperoper, das imposante Residenzschloss, der Zwinger und die wiederaufgebaute Frauenkirche um die Wette strahlen und der Stadt ihren zweiten Namen geben: Elbflorenz. Die Schönheit Dresdens ist unbestritten – und unübersehbar! Am Nachmittag geht es zu einer spannenden Führung durch die Semperoper, bei der wir sehr viel Wissenswertes über die Geschichte und die Architektur des Gebäudes erfahren. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass die vielen riesigen Säulen in der Dresdner Staatsoper nicht aus Marmor sind, sondern in ausgefeilter Handarbeit angemalt wurden?

An den kommenden Tagen stehen weitere spannende Highlights auf dem Programm: Ein Ausflug in die Sächsische Schweiz und eine Schiffsfahrt zum atemberaubenden Schloss Pillnitz.

Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges, die Sächsische Schweiz erlangte sowohl aufgrund der landschaftlichen Besonderheiten als auch der bizarren Felsvorsprünge an Bekanntheit. Am Morgen starten wir zunächst mit dem Reisebus in Richtung Bastei. Das Felsmassiv mit seinen Aussichtspunkten und der berühmten Basteibrücke gilt als eines der spektakulärsten Ausflugsziele in Deutschland. Die Landschaft dort hat etwas romantisches und ursprüngliches. Nach dem Besuch der Basteibrücke geht es weiter zum Tafelberg Königstein und der darauf liegenden gleichnamigen Festung. Frau Dr. Salz, unsere Gästeführerin, erklärt uns während eines Rundgangs allerhand Interessantes zur Festung, dem Berg und dem Umland. Zum Abschluss des Tages fahren wir in die Kreisstadt Pirna und lassen uns vom Charme der historischen Altstadt verzaubern.

Am nächsten Tag bringt uns der Raddampfer „Krippen“ bei einer ca. 1,5-stündigen Fahrt über die Elbe nach Pillnitz. Im Schloss und Park Pillnitz treffen Welten aufeinander: In der einstigen Sommerresidenz des sächsischen Königshauses verschmilzt die Architektur des Fernen Ostens mit der des späten Barock. Auch an diesem Tag vergeht die Zeit wie im Flug und ganz langsam geht unsere traumhafte Städtereise dem Ende entgegen.

Der letzte Tag steht unseren Gästen sowie meinem Kollegen und mir zur freien Verfügung, um noch ein paar letzte individuelle Eindrücke der Stadt an der Elbe zu sammeln. An diesem Tag lasse ich es mir nicht nehmen, die Silhouette der Altstadt von Dresden ein Mal aus dem sogenannten „Canaletto-Blick“ zu betrachten. Hier malte Bernardo Bellotto – besser bekannt als Canaletto 1748 das berühmte Ölgemälde „Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke“. Heute gibt es an dieser Stelle einen leeren Rahmen, der die ursprüngliche Ansicht imitiert – im Vordergrund die Elbe mit ihrem geschäftigen Schiffsverkehr, im Hintergrund die imposanten Gebäude der Dresdner Altstadt. Mit diesem spektakulären Blick verabschiede ich mich von Dresden und bereite mich auf die Heimreise im AKE-RHEINGOLD vor. Ich freue mich bereits jetzt, dem Alltag im nächsten Jahr wieder einmal kurzzeitig zu entfliehen und eine Reise voller kultureller Highlights, schöner Plätze, gutem Essen und spektakulären Sehenswürdigkeiten im „Elbflorenz“ Dresden zu verbringen!

„Canaletto-Blick“

Brohl und Andernach – mit Volldampf voraus!

Brohl und Andernach – mit Volldampf voraus!

Rheinromantik, Dampferlebnis und Naturspektakel


Am 23. April 2022 fand unsere Tagesfahrt nach Brohl und Andernach statt. Zum zweiten Mal durfte ich diese Fahrt begleiten und obwohl ich Andernach seit meiner Kindheit kenne und dort viel Zeit verbracht habe, lerne ich die Stadt bei unseren Tagesfahrten immer wieder neu kennen.

Brohl

An unserer ersten Station begrüßte uns die dampfende Lok der Brohltalbahn. Bei schönstem Sonnenschein ließ sich der Frühling bei einer Fahrt durch das Brohltal bestens genießen.

Andernach

Anschließend brachte uns der AKE-RHEINGOLD zu unserer nächsten Station. Andernach ist mit ihrem 2000-jährigen Bestehen geprägt von historischen Sehenswürdigkeiten und ob bei einer Stadtführung, der Geysir-Besichtigung oder Erkundigungen auf eigene Faust, die Stadt hat viel zu bieten.

Wusstet Ihr schon, dass Andernach eine „essbare“ Stadt ist? Überall verteilt sind verschiedenste Gemüsesorten, Obstbäume und obsttragende Sträucher angebaut. Hier heißt es „Pflücken erlaubt“, statt „Betreten verboten!“. Das nachhaltige Projekt soll die städtischen Grünflächen mit Hilfe motivierter Bürger erlebbarer machen. 

Geheimtipp: First Friday
Jeden ersten Freitag im Monat kann man Andernach unter einem anderen Motto erleben. Die Läden lassen ihre Türen bis 22 Uhr geöffnet und empfangen einen mit spektakulären Aktionen und Programmpunkten.

Geysir

Als nächstes begaben wir uns auf das Schiff, welches uns zum Naturschutzgebiet auf die Namedyer Werth brachte. Da dieses Schiff auch als Fähre nach Leutesdorf fungiert, hat man auf der Fahrt genug Zeit, um beim Anblick der Weinberge einen Kaffee zu genießen. Falls jemand beim Wort Weinberge hellhörig geworden ist, in Leutesdorf findet jährlich ein tolles Winzerfest statt.

Unsere nächste Station war der Geysir. Dieser sprudelt das Wasser bis zu 60 Meter in die Höhe und ist damit der höchste Kaltwassergeysir der Welt! Sowas sieht man nicht jeden Tag. Nachdem das Naturspektakel zu Ende war und der Geysir sich auf den nächsten Ausbruch vorbereitete, stiegen wir wieder auf das Schiff und genossen die Rückfahrt nach Andernach.

Die danach zur Verfügung stehende Freizeit vor Ort nutzen wir und erkundeten die Innenstadt. Viele kleine Boutiquen laden zum Bummeln und Stöbern ein, auch für die Feinschmecker unter uns gab es eine große Auswahl an Restaurants und Cafés.

Nach einem ereignisreichen Tag traten wir mit neuen Eindrücken die Heimreise an. Doch dies soll nicht meine letzte Tagesfahrt nach Brohl und Andernach gewesen sein. Am 06. August 2022 steige ich wieder in den AKE-RHEINGOLD ein und vielleicht seid auch Ihr dabei?!


Start ins Reisejahr 2022 mit tollen Impressionen

Start ins Reisejahr 2022 mit tollen Impressionen

Die AKE-Reisesaison ist eröffnet – endlich ging es für unseren AKE RHEINGOLD letzte Woche wieder auf die Schienen. Ab Koblenz führte uns der Weg bis in den hohen Norden.


Neben den Zielen Hamburg, Husum und St. Peter-Ording ging es für einige unserer Gäste und AKE-Mitarbeiter noch weiter in den Norden – über den Hindenburgdamm bis nach Sylt. Die Insel präsentierte sich bei schönstem Sonnenschein nahezu windstill – Erholung war also garantiert und die viele Sonne zu dieser Jahreszeit hat allen gut getan. Getreu dem Motto „Bilder sagen mehr als Worte“ haben wir hier die schönsten Impressionen für Euch zusammengestellt 😉

Falls Euch die Bilder Lust auf Meer gemacht haben, dann schaut Euch gerne auch unseren Beitrag „Sylt – meine Liebe auf den zweiten Blick“ an!

Und wie immer freuen wir uns über Euer Feedback – egal ob hier in den Kommentaren oder in unserem neuen Gästebuch.

Bis zur nächsten Reise!


Görlitz, für viele die schönste Stadt Deutschlands

Görlitz, für viele die schönste Stadt Deutschlands

Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands, hat rund 56.000 Einwohner und wird von vielen als die schönste Stadt Deutschlands bezeichnet.



Im zweiten Weltkrieg blieb Görlitz von Zerstörungen fast vollständig verschont. Die historische Altstadt blieb so erhalten und hier kann man bis heute in den Stadtvierteln Baustile der Spätgotik, Renaissance, des Barock und Jugendstils sowie der Gründerzeit in kompletten Straßenzügen entdecken. Görlitz wird auch mit über 4.000 großteils wieder restaurierten Kultur- und Baudenkmälern als das flächengrößte zusammenhängende Denkmalgebiet Deutschlands bezeichnet.
511.500 € wurden von 1995 bis 2016 jährlich von einer unbekannten Person zur Renovierung und Erhaltung der Stadt gespendet. So konnte Görlitz nach der Wende zusammen mit den erhaltenen Fördermitteln und weiteren Spenden von anderen Stellen und Personen zur vielleicht schönsten Stadt Deutschlands und einer der schönsten Städte Europas werden.

Als Europastadt Görlitz-Zgorzelic ist die Stadt heute auch wieder zusammen mit ihren ehemaligen östlichen Stadtteilen (heute polnisch) Beispiel eines besonderen grenzüberschreitenden Zusammenlebens geworden.


„Görliwood“


Den Beinamen „Görliwood“ erhielt Görlitz durch die vielen Filme (über 100 Produktionen), die dort gedreht wurden. Sogar eine spezielle Stadtrundfahrt zu den Drehorten könnt Ihr vor Ort buchen.

Der 15. Meridian, der Bezugsmeridian der mitteleuropäischen Zeit (MEZ), verläuft durch Görlitz. Im Stadtpark steht die steinerne Weltkugel, von der gewissermaßen die Zeit stammt, die ja in weit über der Hälfte der europäischen Staaten gesetzliche Normalzeit ist.


Habt Ihr schon einmal etwas vom „Zipfelbund“ gehört?


Görlitz im Osten, Oberstdorf im Süden, List auf Sylt im Norden und Selfkant im Westen, die Orte jeweils am äußersten Rand der Himmelsrichtungen in Deutschland, haben 1999 zum Tag der Deutschen Einheit in Wiesbaden den „Zipfelbund“ ins Leben gerufen und arbeiten seitdem auf unterschiedlichen Ebenen zusammen.

Die Silhouette der Stadt wird maßgeblich geprägt von einem gewaltigen Bauwerk – der Kirche St. Peter und Paul, Peterskirche genannt. Die Kirche hat 72 m Außenmaß in der Länge und 39 m in der Breite, die Dachhöhe beträgt bis zu 24 m über dem fünfschiffigen Innenraum und die beiden Türme mit jeweils 84 m erheben sich weithin sichtbar über dem Neißetal.


Aber das Außergewöhnlichste befindet sich im Inneren der Kirche: Die Sonnenorgel


Sie gehört schon seit ihrer Erbauung Ende des 17. Jahrhunderts bis heute zu den berühmtesten und bedeutendsten Orgeln Europas. Sie wurde ab 1697 vom italienischen Orgelbaumeister Eugenio Casparini und seinem Sohn Adam Horatio gebaut. Sie umfasste damals 57 Register auf drei Manualen und Pedal. In den Orgelprospekt baute im Jahre 1703 Johann Conrad Budau 17 Sonnen mit Orgelpfeifen ein – daher der Name „Sonnenorgel“.

Von 1926 bis 1928 baute die Firma W. Sauer aus Frankfurt (Oder) ein neues Instrument mit 89 Registern auf vier Manualen und Pedal. 1979 dann wurde die Orgel für die bevorstehende umfassende Sanierung der Kirche bis auf den historischen Prospekt von 1703 ausgebaut. Die Firma Mathis aus der Schweiz führte dann 1996 bis 2006 den Neubau unter Anlehnung an die Casparini-Orgel und Verwendung der noch erhaltenen Pfeifen durch. Um das Spielen der Musik des 19. Jhts. besser zu ermöglichen, wurde noch ein Schwellwerk eingebaut. 6.095 klingende Pfeifen gibt es, die größte misst 7,82m.

Ein Konzert auf dieser Orgel ist ein Genuss ohnegleichen. Und wenn Ihr glaubt, Vögel zwitscherten in der Kirche oder das Meer rauscht gerade durch das Kirchenschiff – nein, Vogelstimmen und Meeresrauschen kann die Orgel auch … Um an der Orgel spielen zu können, tragen sich Musiker aus der ganzen Welt in jahrelange Wartelisten ein.

Ja, wenn ich an Görlitz denke, komme ich ins Schwärmen. Von sehr vielen Besonderheiten gäbe es noch zu berichten. Aber – am besten, Ihr kommt selbst und lasst Euch von der Faszination Görlitz verzaubern.

Und da steht im AKE-Programm ja auch noch eine „Bierfiedlertour“. Mehr dazu will ich hier jetzt gar nicht verraten, nur so viel: Bringt bitte viel Durst und Hunger mit.
Auch im Umkreis von Görlitz gibt es bei unserer Reise noch viel mehr zu entdecken.

Angefangen beim Kurort Oybin, direkt an der Grenze zu Tschechien gelegen und eingerahmt von dem gewaltigen Sandsteinmassiv des 514 m hohen Berges Oybin.
Direkt am Fuß des Berges liegt im Felsmassiv das sogenannte „Hochzeitskirchlein“. Ein Kleinod des deutschen Bauernbarocks und der Besuchermagnet des Zittauer Gebirges. Von Oybin geht es dann mit der „Zittauer Schmalspurbahn“ mit Volldampf nach Zittau. Sie ist mit ca. 29.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Landkreis Görlitz. Sie liegt im äußersten Südosten Sachsens, direkt an der Grenze zu Polen und Tschechien.

Das „große Zittauer Fastentuch“ ist das drittgrößte bekannte weltweit.

Und was bitte sind „Umgebindehäuser“? Beim Ausflug durchs Zittauer Gebirge wird Euch auch diese Frage gleich an Ort und Stelle beantwortet.

Ein weiterer Ausflug führt Euch zunächst nach Bautzen, mit rd. 40.000 Einwohnern Kreisstadt des gleichnamigen Kreises, an der Spree gelegen. Die über 1.000-jährige Stadt gilt als die Hauptstadt der Sorben. Alle Schilder, Bekanntmachungen usw. sind noch heute zweisprachig.
Bautzen besitzt eine sehr gut erhaltene bzw. restaurierte Altstadt. Bekannt ist Bautzen auch für seinen Senf und leider auch als Standort des berüchtigten Stasi-Gefängnisses. All das und noch einiges mehr erfahrt Ihr bei einer interessanten Stadtführung.

Bei der Weiterfahrt durchs Sorbenland lernt Ihr noch den sorbischen Friedhof in Ralbitz und das Kloster St. Marienstern kennen.


Liebe Gäste, bei dieser Reise nach Görlitz gibt es noch so viele erlebnisreiche Sehenswürdigkeiten und Ereignisse zu entdecken


Am besten, wir schauen uns das einmal gemeinsam an, oder? Im nächsten Jahr reisen wir wieder in die schönste Stadt Deutschlands 😉


Bis bald
Euer Rolf Petry


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